webKatalog der Kunstsammlungen der Diözese Würzburg

Anonymus

Pedum (Bischofsstab), um 1750

Dreiteilig verschraubter Silberschaft mit passig geschweiften, vergoldeten Knäufen, die jeweils zwischen einer stehenden und einer hängenden vergoldeten Muschelwerkmanschette sitzen. Der bauchige, vasenförmige Knauf ist durch drei senkrechte Spangen gegliedert. Über dem Schaftansatz wie am Übergang zur Krümme sind die Kehlungen mit Rocaillenmanschetten belegt. Die Krümme steigt aus einer flachen Akanthusrosette und einer Blattvolute. Die Oberfläche der Krümme ist – wie der Schaft – vollständig mit Rocaillen, Muschelwerk, Blüten und Blättern dekoriert. Eingesetzte rote und grüne Steine bilden den Mittelpunkt von Blüten und akzentuieren das Dekor. Auf der Innen- wie Außenseite sitzen in der Achse fiedrige Blätter über Muschelwerk, die Blattenden ragen krabbenförmig hervor. Das Ende der Krümme ist als sechseitiger profilierter Sockel gebildet. Darauf steht in einer Rocaillekartusche die vollrunde Figur eines Bischofs.

Silber, Getrieben, gegossen, ziseliert, teilvergoldet; 191 cm
Objektnummer: E/1993-5. B.St.
Standort: Domschatz