Über die Ausstellung
Begleitprogramm und Information
Mit der Ausstellung „Erstmals“ soll den gestifteten Kunstwerken sowie denen, die mit Hilfe der Stiftung Kunstsammlung erworben werden konnten, nun besonderes Augenmerk geschenkt werden. Sie bietet die Möglichkeit, den Besuchern die Mannigfaltigkeit und die mitunter herausragende Qualität dieser Bestände vor Augen zu führen. Gezeigt werden Arbeiten, die noch nie zuvor im Museum am Dom zu sehen waren. Ein oder zwei bereits in einer Wechselaus stellung gezeigte Kunstwerke bestätigen als Ausnahmen die Regel. Letztendlich schwingt in dem Vorhaben aber auch ein gewisser Stolz mit, kommt es doch nicht von ungefähr, dass Sammler, Künstler selbst oder deren Erben an das Museum herantreten, um Einzelwerke, geschlossene Sammlungsbestände oder umfangreiche künstlerische Nachlässe mit mehreren tausend Einzelobjekten in seine Obhut zu geben. Dazu braucht es ein tiefes Vertrauen in die Arbeit des Museums und die der Stiftung Kunstsammlung, um sicher sein zu können, dass das Stiftungsgut in beste Hände gelangt und als Bestand gepflegt wird, ohne dem Verfall preisgegeben zu sein oder auseinandergerissen und in alle Winde zerstreut zu werden.
Was mit der Übernahme des einige hundert Objekte umfassenden künstlerischen Nachlasses des Würzburger Bildhauers Otto Sonnleitner (1906 –1985) in den frühen neunzehnhundertneunziger Jahren begonnen hat, dürfte inzwischen auf einen Bestand von über zehntausend Arbeiten angewachsen sein. Zahlreiche Sammler und Künstler haben sich aus der Begeisterung für das Museum am Dom und sein Konzept zu einer oder mehreren Stiftungen hinreißen lassen. Unter diesen ist die Zustiftung eines Großteils seines künst lerischen Lebenswerkes durch den jüdischen Maler und Zeichner Yehuda Bacon (*1929) anlässlich seines 80. Geburtstages im Jahr 2009 wohl als besonderer Vertrauensbeweis zu werten. Domkapitular Dr. Jürgen Lenssen, der auch als Direktor der Stiftung Kunstsammlung fungiert, folgte diesem Beispiel und führte der Stiftung etwa 250 moderne Kunstwerke aus seiner privaten Sammlung zu, um damit das „Museum. Burg. Miltenberg. Ikonen und moderne Kunst“ auszustatten, das am 2. Juli 2011 eröffnet wurde.
In diesem Jahr wurden der Stiftung auch drei Künstlernachlässe zugestiftet: Dies ist zum einen der schon seit vielen Jahren als Leihgabe vom Kunstreferat ver waltete Nachlass von Friedrich Press (1904–1990), der noch zum Ende des Jahres von seiner Schwiegertochter Gabriele Preß an die Stiftung Kunstsammlung übereignet wurde. Zum anderen ist es das Werk von Theodor Maß (1907–1988), der in den dreißiger Jahren als Kunsterzieher und nach dem Krieg als freischaffender Grafiker in Würzburg tätig war und viele reizvolle Skizzen, Aquarelle und Federzeichnungen von Würzburg und seiner Umgebung vor und nach dem Krieg angefertigt hat. Dr. Adelheid Nauwerck, die Tochter des Künstlers, hegt mit ihrer Zustiftung den Wunsch, dass das Werk ihres Vaters wieder einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden kann und er dadurch die verdiente Wertschätzung erhält. Nicht zu vergessen ist der relativ jung verstorbene Würzburger Künstler KarlHeinz Kram(höller) (1940 –1984), dessen Nachlass von seiner Mutter an die Stiftung Kunstsammlung gegeben wurde. Hierbei handelt es sich um einen umfangreichen Bestand an beeindruckenden Tuschezeichnungen und Collagen, die in ihrem Duktus von ganz besonderem Reiz sind. Was die Zu kunft anbelangt, so ist der künstlerische Nachlass von Bruder Benedikt Traut (*1934) bereits in großen Teilen übernommen und auszugsweise auch in der Ausstellung zu sehen. Die Un terzeichnung des Stiftungsvertrags dürfte sich noch in diesem Jahr anschließen.
Begleitprogramm
Sonntag 22.01. | 15 UhrFührung
Donnerstag 26.01. | 19:30 UhrFührung durch Domkapitular Dr. Jürgen Lenssen
Sonntag 29.01. | 10:30 Uhr Sonntagsdialog zur Sonderausstellung „Erstmals“
Sonntag 12.02 | 15 Uhr Führung
Sonntag 26.02. | 15 Uhr Führung
Mittwoch 14.03. | 14 UhrFührung für Senioren
Samstag 17.03. | 15 Uhr Führung für Kinder
Sonntag 18.03. | 15 Uhr Führung
Sonntag 25.03. | 15 Uhr Führung
Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag 10.00 – 17.00 Uhr
Preise
Eintritt € 3,50
ermäßigt € 2,50 (auch bei Vorlage eines DB-Fahrscheins)
Veranstaltungen € 2,00 zzgl. Eintritt
Kombikarte € 4,50 (Museum am Dom und Domschatz)
ermäßigt € 3,50
Verbundkarte € 7,50 (Domschatz, Museum am Dom, Museum im Kulturspeicher und Mainfränkisches Museum)
Führungen
Die Teilnahme an den Führungen kostet zusätzlich zum Eintritt € 2,00, die Führungen für Kinder kosten pauschal € 3,00.
Gruppenführungen € 60,00 (zzgl. Eintritt)
Lage
Das Museum am Dom befindet sich direkt neben dem Kiliansdom. Es ist vom Hauptbahnhof aus mit den Straßenbahnlinien 1,3 und 5 (Haltestelle „Dom“) oder zu Fuß in ca. 15 Minuten zu erreichen.
Parkmöglichkeiten bestehen am Paradeplatz hinter dem Dom oder auf dem Parkplatz vor der Residenz.
Informationen und Buchung von Gruppenführungen
Museum am Dom
Kiliansplatz 1
97070 Würzburg
Telefon 0931-386 65 600
Telefax 0931-386 65 609
www.museum-am-dom.de
museen@bistum-wuerzburg.de
